Ok

En poursuivant votre navigation sur ce site, vous acceptez l'utilisation de cookies. Ces derniers assurent le bon fonctionnement de nos services. En savoir plus.

04/06/2014

"So viel Himmel über Berlin ist einfach unfassbar"

Regisseur Wim Wenders über Volksentscheide, seltsame Konzerte in der Philharmonie und die schlaflose Nacht, die ihm die Ergebnisse der Europawahl bereitet haben.

Von Hanns-Georg Rodek

Wim_wenders.jpg

[...] "Die Franzosen sind irrsinnig verunsichert", und das seit Jahren, meint in der Welt Wim Wenders im Interview mit Hanns-Georg Rodek. Jetzt verlieren sogar die Deutschen das Interesse an ihnen. "Irgendwie muss ein Zeichen her, und vielleicht ist es am ehesten die Kultur, die das kann. Die Franzosen werden auf die 'exception culturelle' nicht verzichten, sie ist französisches Glaubensbekenntnis schlechthin. 'Liberté, egalité und fraternité' haben sich gewissermaßen in die 'exception' geflüchtet, als letzter Rest der Französischen Revolution. Es wäre ein großes Signal, wenn Deutschland sich bedingungslos dahinter stellen würde.  

Weiterlesen welt_logo.jpg

01/06/2014

Barbara, Göttingen

Die Geschichte einer französisch-deutschen Annäherung

Von Ralf Bei der Kellen und Susanne von Schenck

barbara_chanson.jpg
Barbara, Chanson-Sängerin und Komponistin, im Jahr 1969
(dpa / picture alliance / AFP)

 

Ein Konzert in Göttingen 1964. Die Chansonsängerin Barbara überwindet die Barriere zwischen den einst verfeindeten Nationen. Ihr Lied "Göttingen" wurde zu einer Hymne der Versöhnung.


"Bien sûr, ce n'est pas la Seine,
Ce nʼest pas le bois de Vincennes,
Mais cʼest bien joli tout de même,
A Göttingen, à Göttingen.

Pas de quais et pas de rengaines
Qui se lamentent et qui se traînent,
Mais l'amour y fleurit quand même,
A Göttingen, à Göttingen."

Französin: "Ich wusste gerade mal, dass Göttingen eine kleine Stadt in Deutschland war. Barbaras Geschichte mit der Stadt kannte ich nicht, erst nachdem sie sie erzählt hat. Nein, Göttingen kannte ich nicht, aber man möchte es gern kennenlernen."

Reinhard Mey: "Alle Deutschen, die das gehört haben, werden es auch mit einer gewissen Erleichterung aufgenommen haben: Man hat uns trotzdem noch lieb, obwohl wir Deutsche sind, und – das kann man manchmal verdammt gut gebrauchen, dieses Gefühl."

Weiterlesen oder -hören auf Deutschlandradio