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08/02/2016

Der deutsche PEN-Club im Exil 1933-1948

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Im Zentrum für zeitgenössische Kunst Le Bel Ordinaire in Billère ist bis zum 26. März 2016 die Plakatsammlung des international anerkannten Graphikers Vincent Perrottets zu sehen. Die Ausstellung ermöglicht ein Eintauchen in die Welt der Graphikkunst, wo technisches Knowhow und künstlerische Virtuosität einhergehen.

Unter der Fülle von Plakaten stößt der Besucher auf das nebenstehende Plakat des deutschen Grafikdesigners Gunter Rambow, das er 1983 für die Ausstellung "Der deutsche PEN-Club im Exil 1933-1945" in der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main entwarf.

Der deutsche PEN-Club im Exil?

PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Als internationale Schriftstellervereinigung wurde der Verband 1921 in London gegründet. Kernaufgabe sollte sein, Schriftsteller unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Nation zusammenzubringen und damit einen Einsatz für internationalen Frieden zu leisten. Stand der PEN während seiner Gründung noch unter dem Motto „No politics in the P.E.N. Club“, politisierte er sich im Verlauf der Jahre, um im Fall von Zensur, Unterdrückung und Verfolgung Druck auf die jeweilige Regierung aufbauen zu können.

1925 hatte sich auch ein Deutsches PEN-Zentrum gegründet, dessen Präsidentschaft Alfred Kerr übernommen hatte. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde das deutsche Zentrum gleichgeschaltet. Nach dem 11. Internationalen PEN-Kongress in Ragusa Ende Mai 1933 trat der deutsche PEN aus dem Internationalen Verband aus. Sowohl Hermon Ould, der Sekretär des internationalen PEN, als auch der Dramatiker Ernst Toller hatten die Haltung der deutschen PEN-Gruppe kritisiert und die Bücherverbrennungen, Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer und politisch unliebsamer Künstler angeprangert.

Im Londoner Exil bemühten sich die versprengten deutschsprachigen Exilschriftsteller um eine Neugründung. Der deutsche PEN-Club im Exil sollte von nun an die deutsche Literatur im internationalen PEN vertreten. Im April 1934 wurde Heinrich Mann Präsident, von Dezember 1933 bis Juni 1940 war Rudolph Olden Sekretär.

>>>>>> Lesen Sie bitte weiter auf Künste im Exil 

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