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04/06/2014

"So viel Himmel über Berlin ist einfach unfassbar"

Regisseur Wim Wenders über Volksentscheide, seltsame Konzerte in der Philharmonie und die schlaflose Nacht, die ihm die Ergebnisse der Europawahl bereitet haben.

Von Hanns-Georg Rodek

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[...] "Die Franzosen sind irrsinnig verunsichert", und das seit Jahren, meint in der Welt Wim Wenders im Interview mit Hanns-Georg Rodek. Jetzt verlieren sogar die Deutschen das Interesse an ihnen. "Irgendwie muss ein Zeichen her, und vielleicht ist es am ehesten die Kultur, die das kann. Die Franzosen werden auf die 'exception culturelle' nicht verzichten, sie ist französisches Glaubensbekenntnis schlechthin. 'Liberté, egalité und fraternité' haben sich gewissermaßen in die 'exception' geflüchtet, als letzter Rest der Französischen Revolution. Es wäre ein großes Signal, wenn Deutschland sich bedingungslos dahinter stellen würde.  

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28/05/2014

Filmregisseurin Helma Sanders-Brahms gestorben

Sie war das weibliche Gesicht des Jungen Deutschen Films: Helma Sanders-Brahms. Mit profilierten Dokumentar- und Spielfilmen über Frauenschicksale wurde sie bekannt. Nun ist die Filmemacherin 73-jährig in Berlin gestorben.

Die Berührbare, von von Daniela Sannwald

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1990 war Helma Sanders-Brahms zu Gast in einem Seminar bei den Filmwissenschaftlern an der FU, dessen Gegenstand ihre eigene Arbeit war. Bevor sie auch nur ein Wort gesagt hatte, stellte sie sich in der Yoga-Position „Baum“ – eine Fußsohle an den Innenschenkel des Standbeins gelegt, die Arme mit zusammengepressten Handflächen über den Kopf erhoben – vor die Studierenden, was diese äußerst befremdlich fanden. Man oder eher frau war schließlich nicht gekommen, um Gymnastik oder Esoterik zu betreiben, sondern um mit einer echten Regisseurin übers Filmemachen zu reden, möglichst übers feministische.

Letzteren Erwartungen entzog sich Helma Sanders-Brahms konsequent, obwohl sie zur Zeit ihrer größten Erfolge in den siebziger und frühen achtziger Jahren dem „Frauenfilm“ zugeschlagen wurde, einfach, weil im Neuen Deutschen Film nur bei männlichen Regisseuren nach Genre differenziert wurde.

[...]

In Frankreich, wo die zeitgenössische Kritik sie für ihr Künstlerporträt „Heinrich“ (1977) über Heinrich von Kleist ebenso schätzte wie für ihre Beziehungsgeschichte „Laputa“ (1986) oder ihren Nach-Wende-Film „Apfelbäume“ (1992), fühlte Sanders-Brahms sich besser aufgehoben als hierzulande, wie sie selbst immer wieder mal erzählte. Womöglich zu deutsch waren ihre Themen, zu schwer die autobiografischen Versatzstücke in ihren Drehbüchern, zu hemmungslos subjektiv ihre Perspektive. Larmoyanz und Betroffenheit hat man Helma Sanders-Brahms oft vorgeworfen, dabei aber ganz vergessen, dass sie wunderbare Bilder geschaffen hat.

Weiterlesen in Der Tagespiegel

 

Helma Sanders-Brahms, la réalisatrice d'Allemagne mère blafarde est morte (toutlecine.com)
La réalisatrice allemande Helma Sanders-Brahms s'est éteinte ce 27 mai à Berlin à l'âge de 73 ans. Elle est l'auteur du sidérant chef-d'oeuvre Allemagne, mère blafarde.

Filmregisseurin Helma Sanders-Brahms gestorben (Die Zeit)
Sie war das weibliche Gesicht des Jungen Deutschen Films, schuf "Unter dem Pflaster liegt der Strand". 73-jährig ist Filmemacherin Helma Sanders-Brahms gestorben.

Helma Sanders-Brahms ist tot Mutter der Archetypen (Süddeutsche Zeitung)
In "Geliebte Clara" oder "Shirins Hochzeit" wollte sie Probleme verhandeln, die die Zeit bewegten. Aber gefallen wollte Helma Sanders-Brahms nie. Nun ist die Filmemacherin im Alter von 73 Jahren gestorben.

 

01/04/2014

Film "L'étrange petit chat" (Das merkwürdige Kätzchen) au Méliès de Pau

L'Etrange petit chat / Ramon Zürcher

Das merkwürdige Kätzchen
Allemagne / 2013 / 1h12 / couleur / vostf
avec Jenny Schily, Anjorka Strechel, Mia Kasalo

du 2 au 15 avril au Cinéma Méliès de Pau

4389565_6_eae3_leon-alan-beiersdorf-dans-le-film-allemand-de_cdc5ed393e0c3654fa2d8b697ac0c33e.jpgLa vie de famille peut être une réalité bien déroutante, surtout sous l'œil de Ramon Zürcher, un jeune réalisateur de 25 ans qui fait des débuts brillants. Son film de fin d'études n'a pas d'« étrange » que son titre. L'espace domestique où il s'enracine l'est tout autant. Rien à la surface ne laisse pressentir un quelconque drame familial. Les conflits ouverts sont absents et chaque membre de la famille semble fonctionner normalement, dans l'enveloppante banalité du quotidien. Mais l'effroi s'installe à mesure que progresse ce que nous serions bien en peine d'appeler une intrigue, tant elle échappe aux canons habituels de la narration. Le film, en l'état, en est pratiquement dépourvu et mise sur une ligne minimaliste, tendue à l'extrême. Le spectateur occupe, dans ce dispositif, une position d'observateur. Il est le témoin d'une sorte d'expérience in vivo qui réunirait une famille, dans l'espace confiné d'un appartement berlinois. Partant d'une situation aussi ordinaire que la confection d'un repas, des indices ... Lire la suite