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08/12/2014

Buchtipp : Berlin Légendes ... d'Olivier Morel

Berlin légendes ou La mémoire des décombres : une capitale littéraire en rêveries et en conversations, par Olivier Morel (Presses universitaires de Vincennes, Saint-Denis, France)

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Le volume, ponctué de nombreuses photographies de l’auteur, propose une série de conversations avec les écrivains Stéphane Hessel, George Tabori, Wladimir Kaminer, Inka Parei et Zafer Şenocak, sans oublier Inge Deutschkron, Ilse Rewald, Martin Walser et Christoph Hein.

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14/05/2014

Am 10. Mai 1934 wurde die "Deutsche Freiheitsbibliothek" in Paris eröffnet

Verbotene Bücher am Boulevard Arago

Artikel von Dirk Fuhrig

Genau ein Jahr nach den Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten gründeten mehrere aus Deutschland geflohene Schriftsteller mit der Unterstützung französischer und britischer Intellektueller in Paris die "Deutsche Freiheitsbibliothek". Dort wurden die im Reichsgebiet verbotenen Schriften zugänglich gemacht. Am 10. Mai 1934 wurde sie eröffnet.

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Bücherskulptur am Berliner Bebelplatz: Ein Jahr nachdem die Nazis hier Bücher verbrannten, wurde in Paris die "Deutsche Freiheitsbibliothek" eröffnet. (picture alliance/dpa/Hans Wiedel)

 

"Ich übergebe dem Feuer die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser, Erich Kästner."

1933 wurden auf dem Berliner Opernplatz und überall in Deutschland Bücher verbrannt, die den Nationalsozialisten "undeutsch" erschienen. Als Reaktion auf die Schändung der Werke von Hunderten der bedeutendsten Autoren richteten führende europäische Intellektuelle am 10. Mai 1934 im französischen Exil einen Ort ein, der der verfemten Literatur eine Heimat geben sollte.

"In Paris wurde am ersten Jahrestag der Bücherverbrennung die sogenannte Deutsche Freiheitsbibliothek– bibliothèque des livres brûlés – gegründet."

Der Journalist und Literaturwissenschaftler Alfred Kantorowicz, war einer der Haupt-Initiatoren dieser "Bibliothek der verbrannten Bücher".

"Bei der Eröffnung der Deutschen Freiheitsbibliothek sprachen Alfred Kerr und Egon Erwin Kisch in deutscher, die französischen Schriftsteller Edmond Fleck und Lenormand in ihrer Muttersprache."

Heinrich Mann, Kurt Tucholsky und Bertolt Brecht waren ebenso im Exil in Frankreich wie Anna Seghers, Lion Feuchtwanger oder Walter Benjamin.

"Von 1933 bis zum Ausbruch des Krieges war die unbestrittene Hauptstadt der geistigen Emigration Paris."

Der überzeugte Kommunist Alfred Kantorowicz - Ende der 20er-Jahre Frankreich-Korrespondent der Vossischen Zeitung - hatte Deutschland schon kurz nach Hitlers Machtübernahme verlassen müssen und lebte bereits wieder in Paris, als die Scheiterhaufen für die Literatur errichtet wurden:

"Ich übergebe dem Feuer die Schriften des Erich Maria Remarque. Verschlinge Flamme auch die Schriften der Tucholsky und Ossietzky."

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13/04/2014

Pennacs Roman "Körper meines Lebens"

Daniel Pennac  "Der Körper meines Lebens"

Aus dem Französischen von Eveline Passet.

Das Entjunferungsspiel / von Sabine Peters

Daniel Pennac erzählt die hinreißende Geschichte eines Helden, den wir alle kennen: Den Körper – in allen Lebenslagen, in seiner Pein und Peinlichkeit, in all seinen Freuden.

9783462046199.jpgFrankreich, 1940. Ein Jungeninternat. Die pubertierenden, hormongeschüttelten Schüler erfinden, unbeaufsichtigt von ihrem Lehrer Damas, das „Entjungferungs-Gänsespiel“, ein Brettspiel mit diversen Ereignisfeldern. „Nr 8: Sie haben sich unreinen Gedanken hingegeben und somit Unkeuschheit getrieben. Rückkehr auf Feld 7 zur Beichte und 1 Runde aussetzen. … Nr 15: Sie hat Ihnen ein Lächeln geschenkt! Sie dürfen noch einmal würfeln. … Nr 47: Sie haben einen Akne-Schub. 1 Runde aussetzen zur Behandlung. … Nr 61: Monsieur Damas ertappt Sie bei diesem Spiel. Rückkehr aller Teilnehmer auf Feld 1 … Nr 63: Sie haben gewonnen, schlüpfen Sie zu ihr ins Bett!“.

Der neue Roman des französischen Schriftstellers Daniel Pennac, Jahrgang 1944, erzählt die hinreißende Geschichte eines Helden, den wir alle kennen. Das ist der Körper – in allen Lebenslagen und Lebensaltern; in seiner Pein und Peinlichkeit, in all seinen Freuden. Das Buch tritt in Form des Tagebuchs eines Mannes auf, der von 1923 bis 2010 gelebt hat. Der war ein schwächlicher Junge, dem es zunächst vor allem darum ging, den eigenen Körper zu trainieren und zu beherrschen – erst allmählich kommt er dahin, sich selbst und andere Körper voll Neugier zu erfahren.

Der Held erzählt skurrile Geschichten, genießerische Geschichten aus einem ziemlich normalen Leben. Wenn er behauptet, er wolle alle psychologischen, soziologischen oder historischen Aspekte des Themas vermeiden, darf man das nicht ganz glauben; denn der Körper ist schließlich nicht lediglich „Natur“, er ist auch kulturell geprägt. Dabei frönt der Roman keineswegs irgendeinem alten oder neuen Körperkult – es geht weder um die Unterwerfung unter eine körperliche Ästhetik, noch um Gesundheitsdiktate oder um ein fitnessgestähltes Dasein.

Weiterlesen 10810244,7040611,data,logo.png

 

Daniel Pennac : Der Körper meines Lebens
Aus dem Französischen von Eveline Passet
Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014. 450 S., 22,99 Euro.

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